Kampag - Kaltmischgutproduktion
Bärenzelg 175
5243 Mülligen

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  Themen:   Kaltmischgut entschärft Entsorgungsprobleme
    Gebundene Bauweise – Kaltbauweisen auf drei Arten
   
     
  Gebundene Bauweise  
  Das Resultat der Kaltaufbereitung sind gebundene Bauweisen. Das heisst: Festigkeitsaufbau mit Erhöhung des Strukturwertes und bessere Wasser- und Frostbeständigkeit, aber auch das Einbinden von Schadstoffen und Reduktion der Durchlässigkeit, respektive der Auswaschprozesse. Das Asphaltgranulat kann in kaltem und feuchtem Zustand verarbeitet werden. Die Herstellung und der Einbau finden ohne Wärmezufuhr statt, was sich günstig auf den Energiebedarf auswirkt. Kaltmischgut ist zudem – gut abgedeckt – auch längere Zeit haltbar (8–12 Wochen).  

  Kaltbauweisen auf drei Arten  
 
  Die Kaltbauweisen werden nach der Art der Bindemittel unterschieden in:
  Kaltmischgut mit hydraulischen Bindemittel
  Kaltmischgut mit Bitumenemulsion
  Kaltmischgut mit Schaumbitumen

 
  Hydraulische Bindemittel
Hydraulische Bindemittel werden in der Schweiz im Strassenoberbau schon seit langem eingesetzt. Es bestehen keine wesentlichen Unterschiede zu der bekannten Stabilisierungstechnik mit Primärmaterialien. Es werden zunehmend Spezialbindemittel eingesetzt, die auf die Immobilisierung von Schadstoffen optimiert sind. Technisch stabile und kostengünstige Bauweise.
 
 
Bitumenemulsion

Bei der Bindung mit Bitumenemulsion wird das kalte und feuchte Asphaltgranulat mit stabilen, kationischen Bitumenemulsionen aufbereitet. Bitumenemulsion besteht aus im Wasser fein
verteilten Bitumenteilchen, fliesst in der ersten Phase wie Wasser und lässt sich im Mischprozess optimal verteilen. Nach dem Brechprozess lagert sich das Bitumen an der Oberfläche des Asphaltgranulates ab, das Wasser scheidet aus. Rascher Anstieg der Konsistenz des Mischgutes. Es hat gute Rieselfähigkeit und verklebt erst, wenn die Einzelkomponenten verdichtet werden.
 
 
Schaumbitumen

Kaltes und feuchtes Ausgangsmaterial. Die Aufschäumung des Bitumens erfolgt durch Zugabe von Wasser und Luft in einen heissen Bitumenstrahl. Dabei wird mit einer Düse rund 2% Wasser, kombiniert mit Druckluft, in das heisse Bitumen gespritzt. Es entsteht ein Gemisch aus Wasserdampf und Bitumentröpfchen, das gegenüber den Ausgangsstoffen das 15–20fache Volumen einnimmt. Dank diesem Volumenverhalten wird die gleichmässige Verteilung des Bitumens und die Benetzung des Mineralstoffgemisches im Mischprozess erleichtert. Es ist eine gute Durchmischung möglich. Die Mischung ist locker, einfach zu verarbeiten und kann mit Glattmantel-, Vibrations- oder Pneuradwalzen leicht verdichtet werden. Während dem Arbeitsablauf kann eine mit geschäumtem Bitumen hergestellte Mischung wie eine Nassmischung oder ungebundenes Material verarbeitet werden. Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Festigkeit. Das Produkt ist ein flexibles, gegen Rissbildung widerstandsfähiges Mischgut. Es kann wesentlich billiger wie die konventionellen Belagssorten hergestellt werden. Es braucht nur einen Viertel der Zeit, einen Fünftel der Gesamtenergie und ist ökologisch wertvoll, da es beinahe die Gesamtmenge des Ausbauasphalts wiederverwertet und nur wenig zusätzliche Baustoffe erforderlich sind. Kaltmischgut mit Schaumbitumen kann zwischengelagert werden. Ein vom Produktionszeitpunkt unabhängiger späterer Einbau des Mischgutes ist somit möglich.